Du wachst auf und dein Atem ist einfach... neutral.
Nicht minzig. Nicht künstlich. Einfach nur sauber. Kein abgestandener Geschmack. Kein hektisches Zähneputzen, bevor der Partner es merkt. Einfach ein ganz normaler Morgen, wie ihn jeder hat.
Man lässt sich ganz unbewusst auf ein Gespräch ein.
Bei der Arbeit. Beim Abendessen. Bei einem Date. Man hört tatsächlich zu, was die andere Person sagt, anstatt alle dreißig Sekunden den eigenen Atem zu überprüfen.
Man küsst jemanden, und es ist einfach nur ein Kuss.
Kein Zögern. Kein Wegdrehen, um erst Luft zu holen. Kein Grübeln, ob sie etwas bemerkt haben. Einfach nur Nähe, ohne die unsichtbare Mauer, die du jahrelang mit dir herumgetragen hast.
Du hörst auf, überall Pfefferminzbonbons mit dir herumzutragen.
Nicht etwa, weil du mutig bist. Sondern weil du sie nicht mehr brauchst. Du gehst zu einem Meeting, einer Party, einem Familienessen, und der Gedanke kommt dir einfach nicht in den Sinn. So fühlt sich wahre Freiheit davon an.
Das ist keine Fantasie. So beschreiben Menschen es, wenn sie sich endlich mit ihren inneren Problemen auseinandersetzen, anstatt immer wieder denselben oberflächlichen Lösungen hinterherzujagen, die nie von Dauer waren.